Monatsarchiv für März 2009

„Das Boot“: Nachhonorierung des Miturhebers?

Dienstag, den 31. März 2009

Der deutsche Kameramann des Welterfolgs „Das Boot“ Jost Vacano macht sich aus finanziellen wie ideellen Gründen um die Klärung spannender urheberrechtlicher Fragen verdient. Seit dem 5. März verhandelt die 7. Zivilkammer des Landgerichts München I seine Klage unter anderem gegen die Bavaria als Filmhersteller. Vacano geht davon aus, dass mit dem Film über die Jahre Erlöse in einer Größenordnung gemacht wurden, die in einem auffälligen Missverhältnis zu seiner damaligen Vergütung stehen.

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Landesmedienanstalten stellen ALM Programmbericht 2008 vor

Dienstag, den 31. März 2009

Im deutschen Fernsehen kristallisieren sich drei Tendenzen heraus: Die Profilierung der konkurrierenden Programme auf dem Zuschauermarkt, die nach wie vor stark reduzierte politische Berichterstattung in den privaten Vollprogrammen und das stark anwachsende Angebot an so genanntem „Wissensfernsehen”. Das ist ein Ergebnis des ALM Programmberichts 2008, den die Landesmedienanstalten jetzt vorgelegt haben und der über aktuelle Erkenntnisse der kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten informiert.
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Filmtheaterkongress in Baden-Baden

Montag, den 30. März 2009

Vom 21. bis 23. April 2009 trifft sich die Kinobranche zum 39. Filmtheaterkongress in Baden-Baden. Die größte nationale Veranstaltung der Kino-Industrie bietet eine Vielzahl von Seminaren, die neuesten Produkte und Dienstleistungen der Zulieferindustrie sowie eine Vorschau auf kommende Filme.
Dabei geht es unter anderem um Kino-Marketing, Digitalisierung und Kino-Content.

Das komplette Programm mit allen Terminen, Referenten und Inhalten finden Sie unter http://www.forum-film.com/html/index.html

Deutsche Gamestage in Berlin

Montag, den 30. März 2009

Vom 21. bis 23. April 2009 finden im Berliner Urania wieder die Deutschen Gamestage statt.

Bei den vom Medienboard Berlin-Brandenburg initiierten Veranstaltung geht es um inhaltliche sowie ökonomische Entwicklungsperspektiven der Branche aber auch um die aktuelle Debatte um die gesellschaftspolitische Verantwortung. So treffen sich beim Jugendschutzforum am 23. April Politiker, Pädagogen, Spieleentwickler, Spieleproduzenten und –publisher den politischen, sozialen und pädagogischen Fragne zum Verhältnis von Jugendlichen zu Video- und Computerspielen, der Gefahr von Killerspielen, dem besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor missbräuchlicher Spielenutzung.
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Premiere fordert € 26.350.000 Vertragsstrafe wegen „Schwarzseher“-Receivern

Montag, den 30. März 2009

Die 7. Zivilkammer des Landgerichts München verhandelt heute die Klage der Premiere Fernsehen GmbH und Co. KG gegen die Kathrein-Werke KG. Premiere fordert eine Vertragsstrafe von sage und schreibe € 26.350.000,-.  Den ganzen Beitrag lesen »

Bundesnetzagentur will digitale Dividenden vergeben

Montag, den 30. März 2009


Die durch die Umstellung auf digitales terrestrisches Fernsehen freigewordenen Rundfunkfrequenzen im Bereich 790 - 862 MHz (sog. digitale Dividende) sollen versteigert werden. Nach den Plänen der Bundesnetzagentur soll damit der Ausbau breitbandiger Internetanschlüsse besonders in ländlichen Regionen vorangetrieben werden.  Den ganzen Beitrag lesen »

Gastkommentar von Prof. Dr. Benno Heussen: “Finanzkrise, Chaos, Gier und Moral”

Freitag, den 27. März 2009

Die Finanzkrise ist in aller Munde. Täglich bestücken uns die Nachrichten mit neusten Hiobsbotschaften. Doch die Hintergründe des Debakels können in den kurzen Zeitungsberichten nur selten dargestellt werden. Prof. Dr. Benno Heussen, Experte im Anwaltsmanagement, hat sich der Sache angenommen und in einem 21seitigen Kommentar die aktuelle Situation analysiert. Wir freuen uns, die Analyse in unserm Blog veröffentlichen zu dürfen. Der folgende Gastkommentar ist hier auch im pdf-Format abrufbar. Mehr über Prof. Dr. Benno Heussen ist bei Brainguide zu erfahren. Eine ebenfalls sehr gute Beleuchtung der Finanzkrise hat der SPIEGEL mit seiner hier abrufbaren Titelgeschichte vom 9. März 2009 (pdf) geleistet.

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Die neue „schwarze Liste des UWG

Freitag, den 27. März 2009

Gerade für Online-Shop-Betreiber hält das Wettbewerbsrecht viele Fallen bereit. Klarheit schafft jetzt die „schwarze Liste“, ein Anhang zu § 3 Abs. 3 des reformierten Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), in dem 30 Tatbestände aufgelistet werden, die in jedem Fall unzulässige geschäftliche Handlungen sind und daher abgemahnt werden können. Ein Artikel von shopbetreiber-blog.de stellt die wichtigsten vor.

Die in dem Anhang aufgelisteten Handlungen waren schon zuvor von der Rechtsprechung anerkannt worden, der Anhang erleichtert Abmahnungen jedoch insofern, als dass für die dort genannten Tatbestände keine Bagatellgrenze mehr gilt.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Online-Shop? Möchten Sie eine abmahnsichere Angebotsseite erstellen? Wir sind Ihnen dabei behilflich und beraten Sie gerne. Bei Fragen zum Thema E-Commerce steht Ihnen Rechtsanwalt Christian Solmecke unter der Telefonnummer 0221-951 563 0 beratend zur Verfügung.

Vertragsstrafenklausel für „eBay-Spaßbieter“ unzulässig

Freitag, den 27. März 2009

Die Klausel “Spaßbieter erklären sich mit Abgabe ihres Gebotes mit einer Entschädigungsstrafe von 25 % des Verkaufspreises einverstanden.” ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines eBay-Verkäufers unwirksam. Dies entschied das Amtsgericht Waiblingen mit einem Urteil vom 12.11.2008. (Az. 9 C 1000/08)

Der Beklagte hatte auf einen Oldtimer des Klägers geboten, sein Angebot später jedoch wieder zurückgezogen. Ein Kaufvertrag war nach Ansicht der Parteien und des Gerichts nicht zustanden gekommen, jedoch ein vertragsähnliches Schuldverhältnis. Dieses war Grundlage für das mögliche Bestehen des Vertragsstrafenanspruchs, weswegen das Gericht über die Wirksamkeit der Klausel zu entscheiden hatte.

Nach ihrer Fassung richtete sich die Klausel an alle Bieter und war deshalb als Allgemeine Geschäftsbedingung im Sinne von § 305 Abs. 1 Satz 1 BGB einzustufen. Als Vertragsstrafenbestimmung unterlag sie der Inhaltskontrolle und verstieß gegen § 309 Nr. 6 BGB. Die Vorschrift gilt für Bestimmungen, durch die dem Verwender für den Fall der Nichtabnahme oder verspäteten Abnahme der Leistung, des Zahlungsverzugs oder für den Fall, dass der andere Vertragsteil sich vom Vertrag löst, Zahlung einer Vertragsstrafe versprochen wird.

Es handelt sich dabei um ein Klauselverbot ohne Wertungsmöglichkeit; entsprechende Verstöße sind stets unzulässig. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollten derart weitreichende Regelungen wie Vertragsstrafen nämlich nicht durch AGB zustande kommen, sondern Gegenstand einer individuellen Vereinbarung sein.

Dennoch kann sich derjenige, der sein Auktionsangebot zurückzieht, schadensersatzpflichtig machen. Hierüber hatte das Amtsgericht Waiblingen allerdings nicht zu entscheiden.

Musikindustrie will Abmahnungen steigern

Freitag, den 27. März 2009

Der Bundesverband Musikindustrie plant, zukünftig bis zu 1000 Abmahnungen pro Monat zu versenden. Hintergrund dieses Vorhabens ist, dass erstmals seit Jahren die Anzahl illegaler Musikdownloads wieder zugenommen habe. Nach Erkenntnissen des Verbandes wurden 2008 316 Millionen Kopien unberechtigt verbreitet. Danach kämen auf jeden legal erworben Musiktitel acht illegale Downloads. Vom Staat fühlt sich die Industrie im Stich gelassen. Das System individueller Warnhinweis  finde immer noch nicht genug Rückhalt in der Politik. Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie will zunehmend die Internet-Provider über den neu geschaffenen zivilrechtlichen Auskunftsanspruch (§ 101 UrhG) in die Pflicht nehmen, nachdem mehrere Staatsanwaltschaften dazu übergegangen waren, File-Sharer bei sog. Bagatellfällen von weniger als 3000 Downloads nicht mehr zu ermitteln.

Quelle: Onlinekosten.de
http://www.onlinekosten.de/news/artikel/33677/0/Musikindustrie-plant-1-000-Abmahnungen-pro-Monat